Wöchentlich erscheinen Frauen-Magazine mit DER neuen Diät und DEN neuen Lebensmitteln für DIE Traumfigur. Ernährungsmodelle von Paleo bis vegan haben zu einer „Du bist, was du isst“-Doktrin der heutigen Gesellschaft geführt… Und die macht auch nicht vor unseren geliebten Vierbeinern halt!

Auch die Futtermittelindustrie für Heimtiere ist auf die Health-Bewegung aufgesprungen und hat spezielles Futter und Nahrungsergänzungsmittel auf den Markt gebracht. Doch muss das wirklich sein? Was braucht mein Hund im Napf, um gesund zu sein?

Wir haben mit Frau Dr. Susan Kröger, einer der führenden Expertinnen für Hundeernährung in Deutschland, über gesunde Hundeernährung gesprochen. 


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Was macht Fit-Food für den Hund aus? Reicht ein normales Futter oder muss ich beispielsweise noch Proteinpulver oder Ähnliches ergänzen, wie es auch manche Sportler machen? 

Bei den meisten Hunden reicht es, sie bedarfsdeckend mit Energie und allen lebensnotwendigen Nährstoffen zu ernähren. Hunde, die eine besonders hohe körperliche, aber auch psychische Leistung erbringen, wie z.B. Schutz- oder Rettungshunde, aber auch Jagdhunde und Hunde, die im Renn- bzw. Schlittenhundesport eingesetzt werden, benötigen eine speziell auf die Leistung angepasste Ernährung. Hierbei erhöht sich insbesondere der Energiebedarf, aber auch einzelne Nährstoffe werden dabei eingepasst.

Was halten Sie von einzelnen Fütterungsmethoden der Hunde-Szene, beispielsweise den beiden gegensätzlichen Extremen Vegan (rein pflanzlich) und der Prey-Methode (vollständiges Beutetier)? 

Das lässt sich schwer in wenigen Sätzen beantworten. Bei einem ausgewachsenen, gesunden Hund sind ziemlich viele verschiedene Fütterungsformen möglich. Wichtig ist nur, dass es sich um eine bedarfsdeckende, ausgewogene Ernährung handelt. Hierfür sind gerade bei den eher selteneren Methoden besondere Kenntnisse erforderlich.

Zwei Hunde haben Fressnäpfe mit gesunder Hundeernährung vor sich stehen
Michael Pettigrew/ Shutterstock.com

Zum Abschluss: Kleine, „süße Sünden“ sind doch auch sicherlich bei einem fitten Hund erlaubt. Womit kann ich meinen Hund ohne schlechtes Gewissen belohnen? 

Bei einem gesunden Hund sind im Prinzip alle Arten von Leckerlis erlaubt, von diversen Kauartikeln, über Hundekekse und Gemüse, bis hin zu Käse. Es kommt hierbei, wie auch bei uns, auf die Menge an. Eine Faustformel lautet, dass maximal 10 % der täglichen Energieaufnahme über Leckerlis gedeckt werden sollten. Auf unsere klassischen Süßigkeiten – wie Schokolade und Co. – sollte beim Hund allerdings verzichtet werden, da diese toxisch sein können.

Labrador hat einen Hundekeks auf der Schnauze liegen
Jaromir Chalabala/ Shutterstock.com