Die meisten Hundebesitzer kennen es: Spätestens, wenn sich der Hund auf den Boden wirft und sich genüsslich wälzt, steht fest, dass in den nächsten Tagen eine Wäscheklammer auf der Nase getragen werden muss – der menschlichen, versteht sich. Denn wenn Hund sich dazu entschieden hat, sich in Aas, Kot oder dergleichen zu wälzen, riecht nicht nur der Hund, sondern die gesamte Wohnung danach. Auf das gleiche Szenario kann es übrigens hinauslaufen, wenn der wasserverrückte Hund eine Runde in dem übersäuerten Tümpel oder See schwimmen geht. 

In beiden Fällen hilft dann nur noch eins: Der Hund muss unter die Dusche… oder in die Badewanne, je nachdem. Doch wie sieht es eigentlich bei Hunden aus – muss man seinen Hund überhaupt baden? Und wenn ja, wie oft und mit welchem Shampoo? Und worauf muss man beim Hundebad achten? Auf all diese Fragen gibt unser Bade-Guide eine Antwort.

Hund baden: ja oder nein? 

Gleich vorweg: Von Natur aus müssen Hunde nicht gebadet werden. Die Schichtung von Unterwolle und Deckhaar schützt den Hund vor Umwelteinflüssen. Zusätzlich sorgt ein Fettfilm dafür, dass Schmutz abgewiesen und Nässe abgeleitet wird. Und nein, liebe Besitzer von Pinscher, Dalmatiner und Co. – nur, weil der Hund keine Unterwolle hat, rechtfertigt das nicht das wöchentliche Bad. Denn die Hundehaut selbst ist ebenfalls von einer schützenden Talk- und Lipidschicht überzogen. Zu häufige Bäder können diese angreifen und zu Hautirritationen führen.

Hund baden: Was muss beachtet werden?
Benjamin Lehman

Selbstverständlich spielen rassespezifische Fellpflege, Hautunverträglichkeiten und auch der Lebensstil eine entscheidende Rolle, wenn es um die Frage der Häufigkeit des Hundebads geht. Doch generell gilt die Faustregel:

„So oft wie nötig und so wenig wie möglich.“

Am besten fragt man sich immer genau, ob der Hund wirklich gebadet werden muss oder ob man den Schmutz nicht auch aus dem Fell ausbürsten oder mit einem speziellen Feuchttuch abwaschen kann. 

Die Faustregel gilt bei Welpen übrigens nicht. Die Entwicklung der Fell- und Hautschutzschicht ist bei jungen Hunden noch nicht abgeschlossen und daher sehr empfindlich. Bäder können die Haut schnell austrocken und zu Schuppenbildung führen, wodurch sich das Risiko von Pilzinfektionen und Parasitenbefall erhöht. 

Exklusiv für den Hund

Wie bei Menschen auch, gibt es mittlerweile unzählige Angebote für Hundeshampoos: Von Welpenshampoos über Produkte für verschiedene Felllängen und –farben bis hin zu Spülungen. Der Markt ist so breit aufgestellt, da verliert man schnell den Überblick und zack, hält man die Super-Fellglanz-Spülung in den Händen… für seinen Hund! Auch wenn es in Einzelfällen sicherlich Sinn macht und auch notwendig ist, auf ganz spezielle Hundeshampoos zurückzugreifen, sollte doch nicht außer Acht gelassen werden, dass für einen Hund Shampoo gekauft wird und nicht für sich selbst. 

Wird dieses in einem Tierfachhandel oder beim Tierarzt gekauft, kann man auch nicht viel verkehrt machen. Inhaltsstoffe und pH-Wert sind dann optimal auf die Ansprüche des Hundes abgestimmt. Dies bedeutet im Umkehrschluss: Kein Shampoo für Menschen verwenden! Häufig sind chemische Stoffe verarbeitet, die den natürlichen Säureschutz der Hundehaut angreifen. Auch Produkte aus der Naturkosmetik sind meist ungeeignet, da verschiedene Aromastoffe den feinen Geruchssinn der Hunde irritieren. 

Wie bei Menschen auch, gibt es mittlerweile unzählige Angebote für Hundeshampoos: Von Welpenshampoos über Produkte für verschiedene Felllängen und –farben bis hin zu Spülungen. Der Markt ist so breit aufgestellt, da verliert man schnell den Überblick und zack, hält man die Super-Fellglanz-Spülung in den Händen… für seinen Hund! Auch wenn es in Einzelfällen sicherlich Sinn macht und auch notwendig ist, auf ganz spezielle Hundeshampoos zurückzugreifen, sollte doch nicht außer Acht gelassen werden, dass für einen Hund Shampoo gekauft wird und nicht für sich selbst. 

Wird dieses in einem Tierfachhandel oder beim Tierarzt gekauft, kann man auch nicht viel verkehrt machen. Inhaltsstoffe und pH-Wert sind dann optimal auf die Ansprüche des Hundes abgestimmt. Dies bedeutet im Umkehrschluss: Kein Shampoo für Menschen verwenden! Häufig sind chemische Stoffe verarbeitet, die den natürlichen Säureschutz der Hundehaut angreifen. Auch Produkte aus der Naturkosmetik sind meist ungeeignet, da verschiedene Aromastoffe den feinen Geruchssinn der Hunde irritieren. 

In den ersten Tagen nach dem Hundebad ist es übrigens ratsam, besonders genau hinzuschauen: Juckt sich der Hund öfter als normalerweise, treten Hautrötungen oder Schuppen auf? Dies können Anzeichen dafür sein, dass das Shampoo nicht vertragen wurde und beim nächsten Mal sollte dann ein anderes Produkt verwendet werden! 

Showtime! Wenn die Schaumparty beginnt

Wenn es dann nun soweit ist und der große Badetag bevorsteht – oder gezwungenermaßen ansteht – entpuppen sich viele Hunde auf einmal als Katze und sträuben sich vor dem Wasser. Sobald es Richtung Badezimmer geht, wird winselnd der Rückwärtsgang eingelegt. Um das zu vermeiden, sollte die Badeprozedur so angenehm wie nur möglich gestaltet werden.

Hund wird in einer schwarzen Wann gebadet
Darren Richardson

Dazu gehört, wie so oft im Leben, eine gute Vorbereitung. Eine rutschfeste Gummimatte sorgt beispielsweise dafür, dass die Hunde einen festen Stand haben und nicht in der Wanne ausrutschen. Außerdem sollte der Wasserstrahl vorab möglichst sanft und die Temperatur lauwarm eingestellt werden. Zu heißes oder zu kaltes Wasser können den Hund verschrecken.

Auch sollte sich langsam von unten nach oben gearbeitet werden, sodass sich der Hund an das Abbrausen gewöhnen kann. Der Kopf (wenn er denn wirklich nötig ist) kommt erst zum Schluss dran. Beim Einshampoonieren darf man sich ruhig an sich selbst orientieren: Ohren, Augen und Mund werden also ausgespart! Gleiches gilt beim Ausspülen. Weder Hund noch Mensch mögen Shampoo-Rückstände, die im Nachhinein zu unangenehmen Juckreiz führen. Daher sollte sich nach Möglichkeit die Ruhe und Zeit genommen werden, um das Shampoo gründlich auszuwaschen. 


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Im besten Fall liegt für danach schon ein großes, saugfähiges Handtuch bereit. Groß meint in dem Fall übrigens der Hundegröße entsprechend – für einen Chihuahua muss nicht unbedingt das XXL-Saunatuch ausgepackt werden. Doch unabhängig von der Größe ist es wichtig, dass der Hund ordentlich abgerubbelt wird. Geföhnt werden müssen Hunde normalerweise nicht. Sind die Tiere allerdings an einen Föhn gewöhnt und haben ein längeres Fellkleid, kann das Trocknen dadurch aber beschleunigt werden. Hierbei allerdings darauf achten, dass der Föhn nicht zu nah an das Tier gehalten und nicht zu heiß eingestellt wird! 

Und danach? Raus aus dem Bad und wieder rein in den Matsch? Nicht ganz, denn solange der Hund noch nicht ganz trocken ist, sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass sich das Tier an einem warmen und zugfreien Ort aufhält. Im Sommer kann der Hund natürlich schön an der Luft in der Sonne trocknen, doch zu allen anderen Jahreszeiten ist die Gefahr einer Erkältung für den Hund zu groß. Im Winter sollten Hunde daher nur in absoluten Ausnahmen gebadet werden. Dann ist es ratsam, das Bad auf den Abend zu verlegen, damit der Hund die ganze Nacht lang trocknen kann.

Doch ganz egal wann und wo, am Ende eines jeden Hundebads darf FEINgemacht für das REINgemacht nicht fehlen!