Beim Packen geht es bereits los: Was der Personalausweis für den Zweibeiner ist, wird durch den Heimtierausweis für den Vierbeiner erfüllt. Und der sollte auf keinen Fall vergessen werden. Ebenso wie der Impfausweis. Und das Lieblingsspielzeug. Doch wie schaut’s mit dem Hundebett aus? Und dem ganzen Futter? Damit der Urlaub nicht hundselend, sondern für alle erholsam wird, gibt es hier unser ABC für das Reisen mit Hund.  

A wie Auto

Das beste Fortbewegungsmittel für Reisen mit Hund ist ganz klar das eigene Auto!  Fahrzeiten können an den Rhythmus des Hundes angepasst werden, Gassi- und Trinkpausen sind flexibel einlegbar und der Hund ist in einer gewohnten Umgebung. Weniger stressfrei könnte die Anreise nicht ablaufen.

Zu beachten ist allerdings, dass auch für den Hund gewisse „Sicherheitsgurte“ gegeben sein sollten. Wird der Vierbeiner auf dem Rücksitz transportiert, muss er mit einem speziellen Gurt angeschnallt werden. Bei der Mitnahme im Kofferraum ist das Abtrennen zum Vorderraum des Autos durch ein stabiles Netz empfehlenswert, und bei einer Transportbox sollte in jedem Fall die Größe und das Material stimmen!

Bulldogge guckt aus Auto während Reise
Avi Richards

Wenn es sich nicht um das eigene Auto, sondern um einen Mietwagen handelt, muss unbedingt geklärt werden, ob eine Tiermitnahme überhaupt gestattet ist. Denn wenn die weißen Stichelhaare einmal im schwarzen Polster der Rückbank stecken, gibt’s kein Zurück mehr. Da kann der kleine Jack Russell noch so unschuldig schauen…

Übrigens: Ganz egal, ob eigenes oder gemietetes Auto, den Hund NIE alleine im Auto lassen, auch nicht für kurze Zeiten. Die Gefahr der Überhitzung und des Sauerstoffmangels ist zu groß!

B wie Bahn

Wird mit der Bahn und nicht mit dem eigenen Auto angereist, sollte sich rechtzeitig schlau gemacht werden, unter welchen Bedingungen der Hund mitgenommen werden darf. In den meisten Fällen müssen Hunde, die nicht in einer kleinen Transportbox mitgenommen werden können, während der gesamten Fahrt angeleint sein und einen Maulkorb tragen. Dafür können sie aber – im Gegensatz zu der Mitnahme im Flugzeug – die ganze Zeit bei Herrchen und/oder Frauchen bleiben. Auch sollte sich vorab über die Ticketkosten informiert werden. Auf der Seite der DB gibt es beispielsweise neben den Infos über den Nah- und Fernverkehr mit Hund auch wichtige Hinweise zu internationalen Verbindungen.

Reisen mit Hund in der Bahn
John Crozier

wie Chaos

Wer es gewohnt ist alleine zu verreisen und mit wenig Gepäck zu fahren, kann sich schon mal darauf gefasst machen, dass die Reise mit einem Hund, dem Verreisen mit einem Baby sehr ähnelt. Bedeutet: Chaos beim Packen, während der Fahrt und auch gerne mal im Hotelzimmer.

D wie Dolmetscher

Ein Glück, dass Hunde alle in der gleichen Sprache bellen! Um einen Dolmetscher braucht man sich vorab also nicht zu bemühen – bei sich selbst sieht das eventuell aber anders aus. Denn wenn der eigene Hund im Ausland auf Kameradensuche geht, können je nach Land ein paar Vokabeln wie Rüde, Hündin, kastriert und brav doch ganz hilfreich sein.